Nissan Leaf 2018 – ein erster Eindruck

Der neue Nissan Leaf wurde in Oslo vorgestellt. Die wichtigsten Änderungen:
  • Akku mit „40“ kWh
  • Facelift
  • ProPilot
  • Mehr Leistung (150 PS)
  • CarPlay/Android Auto
 
Offenbar hat der neue Leaf weiterhin keine Akkuklimatisierung, was im Winter und im Sommer zu den bekannten Problemen führen dürfte. Das hat Nissan in meinen Augen gewaltig verkackt.
 
Was mich verwundert, sind die Reichweiten- und Verbrauchsangaben beim Leaf.
Die 40 kWh sind natürlich wieder Bullshit, da hier Nissan die Bruttokapazität angibt, die überhaupt nicht nutzbar ist. Netto (also nutzbar) sind es 37 kWh, knapp 1/3 mehr als der Hyundai IONIQ bietet.
Der völlig absurde NEFZ-Zyklus behauptet, dass der Leaf 378 km schafft. Wenig glaubwürdig.
Andererseits gibt Nissan einen kombinierten Stromverbrauch von 17 kWh/100 km an – was wesentlich glaubhafter erscheint, insbesondere bei dem eher mäßigen cw-Wert von 0,28. Wenn man das hochrechnet, kommt man für den neuen Leaf auf lediglich 217 km Reichweite. Nicht so furchtbar revolutionär. Verglichen mit dem Wert des IONIQ (EPA 200 km) sind das keine 10 % mehr Reichweite.
Der CHAdeMO-Anschluss mit lediglich 50 kW Ladeleistung und entsprechend 40 Minuten Ladezeit für 80 % sind ebenfalls nicht mehr state of the art. D.h. der Leaf lädt erheblich langsamer als der IONIQ und dürfte damit auf der Langstrecke eine deutlich geringere Durchschnittsgeschwindigkeit erreichen.
 
Schade, ein eigentlich hübsches Auto. Da wäre mehr drin gewesen. Wenn ich heute die Wahl zwischen IONIQ und Leaf hätte, würde ich weiterhin zum IONIQ greifen.

Ein Gedanke zu “Nissan Leaf 2018 – ein erster Eindruck

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